Die Alternative: Frankreich-Insolvenz

In DEUTSCHLAND erwartet Sie ein langwieriger Insolvenzverlauf, d.h. nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens durchlaufen Sie eine 6-jährige „Wohlverhaltensphase“. In diesen 6 Jahren wird man den pfändbaren Teil Ihres Einkommens an einen vom Gericht bestellten Treuhänder abführen, der das Geld wiederum den Gläubigern zuweist. Anschließend, also NACH 6 Jahren, können Sie die „Restschuldbefreiung“ erteilt bekommen, d.h. die restlichen Verbindlichkeiten werden Ihnen erlassen. Dieses Procedere wird insgesamt mindestens 7-8 Jahre dauern, und Sie laufen immer noch Gefahr, dass Ihnen diese Restschuldbefreiung versagt wird, wenn ein Gläubiger Ihnen Fehlverhalten nachweisen kann.
(Das neue Insolvenzrecht sieht eine Vereinfachung bei Masselosigkeit vor, welche aber keinen Einfluß auf die Wohlverhaltensphase hat. Nachzulesen unter Urteile.

Im ELSASS , genauer gesagt in den Departments 57…, 67… und 68… in Elsass-Lothringen, gibt es aufgrund eines Einführungsgesetzes aus dem Jahre 1924 ein ganz besonderes Privatinsolvenzrecht (faillite civile), das KEINE Wohlverhaltensphase vorsieht und dadurch eine sehr zügige Restschuldbefreiung in 12 – 18 Monaten ermöglicht.
Die Grundvoraussetzung dieses Recht als Deutscher Bürger zu nutzen, besteht durch die EU-Verordnung Nr. 1346/2000 vom 29.05.2000 und dem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 18.09.2001. Es besagt, dass die Entscheidungen der französischen Gerichte in Deutschland anerkannt werden. Der Beschluss mit dem Az: IX ZB 51/00 regelt, dass eine in Frankreich erlangte Restschuldbefreiung auch in Deutschland anerkannt werden muss.